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02. Jun 2026
Wenn seelische Verletzungen tiefe Spuren hinterlassen. Teil 3 Heilung
Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine psychologische oder medizinische Diagnose bzw. Behandlung.
Traumatische Erfahrungen betreffen nicht nur die Psyche, sondern auch das Nervensystem. Der Körper schaltet in einen Überlebensmodus:
- Kampf
- Flucht
- Erstarrung
Die Psychologie sieht mittlerweile noch einen vierten Modus:
- Anpassung (dazu folgt ein eigener Beitrag)
Bleibt dieser Zustand langfristig bestehen, kann dies zu dauerhafter innerer Anspannung führen. Viele Betroffene leiden zusätzlich unter:
- Depressionen
- Angststörungen
- psychosomatischen Beschwerden
- Suchterkrankungen
- Erschöpfung
Trauma ist nicht einfach „eine schlimme Erinnerung“, sondern oft eine tiefgreifende Belastung des gesamten Organismus.
Behandlungsmöglichkeiten:
Traumatische Erfahrungen können verarbeitet werden. Professionelle Unterstützung kann dabei helfen, Sicherheit zurückzugewinnen und belastende Symptome zu reduzieren.
Häufige therapeutische Ansätze:
- traumafokussierte Psychotherapie
- EMDR
- Verhaltenstherapie
- Stabilisierungstechniken
- Körpertherapie
- achtsamkeitsbasierte Verfahren
Wichtig ist dabei, dass Betroffene sich nicht unter Druck setzen. Traumaverarbeitung braucht Zeit, Sicherheit und einen geschützten Rahmen.
Warum Verständnis so wichtig ist.
Viele Menschen mit Traumafolgestörungen fühlen sich unverstanden oder „falsch“. Außenstehende erkennen die inneren Belastungen oft nicht, da Betroffene im Alltag häufig funktionieren.
Ein sensibles und wertschätzendes Umfeld kann einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung leisten. Trauma bedeutet nicht Schwäche – sondern zeigt, dass ein Mensch extreme Belastungen erlebt hat.
Fazit:
Psychische Traumata können das Leben eines Menschen tiefgreifend verändern. Die ICD-10 beschreibt verschiedene traumabezogene Störungen und macht deutlich, dass belastende Erfahrungen erhebliche Auswirkungen auf Psyche und Körper haben können.
Gleichzeitig gilt:
Traumafolgen sind behandelbar. Mit professioneller Unterstützung, Verständnis und geeigneten therapeutischen Ansätzen können Betroffene lernen, wieder Sicherheit, Stabilität und Lebensqualität zu entwickeln.
29. May 2026
Wenn seelische Verletzungen tiefe Spuren hinterlassen. Teil 2 PTBS
Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine psychologische oder medizinische Diagnose bzw. Behandlung.
Trauma zeigt sich oft im Alltag
Traumafolgen sind nicht immer sofort erkennbar. Viele Menschen leiden jahrelang, ohne die Ursache ihrer Beschwerden zu verstehen.
Mögliche Auswirkungen:
- emotionale Überforderung
- Angstzustände
- depressive Verstimmungen
- Beziehungsprobleme
- starke Selbstzweifel
- Erschöpfung
- psychosomatische Beschwerden
- Rückzug oder innere Leere
Besonders frühe oder wiederholte Belastungen können das Selbstwertgefühl und das Sicherheitsgefühl nachhaltig beeinflussen.
Bleibt dieser Zustand dauerhaft bestehen, kann der Organismus Schwierigkeiten haben, wieder in einen Zustand von Ruhe und Sicherheit zurückzufinden. Viele Betroffene fühlen sich deshalb dauerhaft angespannt oder emotional erschöpft.
Ignoriert man diese Symptome, oder lässt diesen Zustand lange Zeit unbehandelt kann es im schlimmsten Fall zu einer Traumafolgestörung, der sogenannten
Post Traumatischen Belastung Störung (PTBS, ICD- 10: F43.1) kommen.
Typische Symptome können sein:
Wiedererleben des Ereignisses
Betroffene erleben die Situation innerlich immer wieder:
- Flashbacks
- Albträume
- belastende Erinnerungen
- intensive emotionale Reaktionen bei bestimmten Auslösern
Vermeidungsverhalten
Viele versuchen unbewusst alles zu meiden, was an das Trauma erinnert:
- Orte
- Gespräche
- Menschen
- Gefühle oder Gedanken
Dauerhafte innere Alarmbereitschaft
Das Nervensystem bleibt häufig in einem ständigen Spannungszustand:
- Schlafstörungen
- erhöhte Schreckhaftigkeit
- Reizbarkeit
- Konzentrationsprobleme
- innere Unruhe
25. May 2026
Wenn seelische Verletzungen tiefe Spuren hinterlassen. Teil 1 Trauma
Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine psychologische oder medizinische Diagnose bzw. Behandlung.
Was bedeutet Trauma?
Der Begriff Trauma stammt aus dem Griechischen und bedeutet ursprünglich „Wunde“ oder „Verletzung“.
Psychisches Trauma nach ICD-10
Ein psychisches Trauma entsteht, wenn ein Mensch ein außergewöhnlich belastendes Ereignis erlebt, dass die eigenen Bewältigungsmechanismen überfordert.
Traumatische Erfahrungen haben viele Gesichter:
Typische Ursachen können sein:.
körperliche oder sexuelle Gewalt
emotionaler Missbrauch
schwere Unfälle
Krieg und Flucht
Naturkatastrophen
plötzliche Todesfälle
medizinische Notfälle
Vernachlässigung in der Kindheit
Mobbing oder psychische Gewalt
Besonders belastend wirken häufig wiederholte, oder langanhaltende Traumatisierungen.
Vor allem in der Kindheit!
Während manche Menschen solche Erfahrungen mit der Zeit verarbeiten können, bleiben bei anderen tiefe psychische Spuren zurück.
Oft bleiben die Folgen lange unerkannt. Betroffene funktionieren im Alltag, leiden jedoch innerlich unter ständiger Anspannung, Angst, Schlafproblemen oder emotionaler Überforderung.
Trauma ist keine „Schwäche“ – sondern eine natürliche Reaktion auf außergewöhnliche Situation.
Die internationale Klassifikation psychischer Erkrankungen, die sogenannte ICD-10 (International Classification of Diseases), beschreibt traumabezogene Störungen im Kapitel der Belastungs- und Anpassungsstörungen.
Besonders bekannt ist dabei die Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS).
24. May 2026
Trauma und Vergessen
Am Karfreitag den 02.04.2010 kam es in Afghanistan, genauer gesagt in Isa Kehl (Provinz Kunduz) zu einem der heftigsten Gefechte in der Geschichte der Bundeswehr.
Im Zuge der Kampfhandlungen verloren drei Kameraden ihr Leben, zahlreiche weitere Soldaten wurden zum Teil schwer verletzt.
Die Ereignisse und Geschehnisse wurden hinlänglich beleuchtet und analysiert.
Was jedoch aus solch einschneidenden Begebenheiten hervorgeht, insbesondere dann wenn die anfängliche Interessen und Hilfsbereitschaft verflogen ist, sei die Tatsache, dass eine Vielzahl von Menschen die im Zusammenhang mit den Ereignissen stehen, hochgradig traumatisiert sind.
Und damit sind nicht nur die Kameraden gemeint, die unmittelbar an den Kampfhandlungen beteiligt waren, sonder auch jene die in "zweiter Reihe" gestanden haben, oder auch noch stehen.
Das sind zum einen die Kameraden, die in den jeweiligen Camps verbleiben mussten und das Gefecht am Funk verfolgt haben, ohne aktiv eingreifen zu können.
Zum anderen handelt es sich um eine Vielzahl von Menschen die in Deutschland die Nachricht von Tod oder Verwundung erfahren mussten.
Eben auch für diese Menschen, steht die Erde für einen Moment lang still und ab da ist nichts mehr wie es vorher war.
Das ist traumarisierend.
Es handelt sich um Freunde, um Kameraden die ein Stück Weg zusammen gegangen sind, das sind Nachbarn, oder Arbeitskollegen aus zivilen Zeiten.
Und natürlich die Angehörigen, egal in welchem Verwandtschaftsgrad.
Während sich der Fokus auf das große Ereignis richtet, werden diese Menschen oft sich selbst überlassen oder leiden weiter im Stillen.
Fallen durch das Raster der Zuwendung.
Es ist an uns, diese Menschen aufzufangen und nicht alleine zu lassen.
Sei es durch Gespräche, durch Präsenz oder einfach durch Zuhören und dem Leid gemeinsam etwas Raum zu geben.
Erinnern kann (unter Vorbehalt) eine Strategie zur Bewältigung sein.
24. May 2026
Der Krieg im Kopf.
Wenn die Waffen schweigen, endet der Krieg meist noch lange nicht.
Der Krieg in deinem Kopf.
Du hast gelernt zu funktionieren.
Drilltraining nennt sich das. Handeln durch pausenloses Wiederholen.
Nicht denken, machen….
„Kontakt links“…. „Feuer erwidern“!!
„IED, IED“….. „Durchstoßen, Durchstoßen“!!
„Achtung RPG“… „Deckung“!!
Doch sind es nicht immer die lauten Situationen die (nach)wirken.
Manchmal sind es die „kleinen Erlebnisse des alltäglichen“.
Hunger, Elend, katastrophale Zustände, die mit einem westlichen Kultur und Werteverständnis unvereinbar sind.
Leid und Entbehrung.
Das Leben in pausenloser Gefahr.
Traumatische Erfahrungen und Erlebnisse finden in vielfältiger Form statt.
Mal hart und direkt, oft auch leise und schleichend.
Du kommst in eine Welt zurück, die dich mit freundlicher Gleichgültigkeit empfängt.
„Was stellt du dich so an? Du hast es dir doch so ausgesucht.“
Ja das hast du!
Du warst voller Ideale, warst motiviert.
All das legitimiert nicht, dass du durch deinen Dienst für die Menschen leiden musst.
Wenn du die Kraft hast, das Trauma zu (er)tragen, dann hast du erst recht die Stärke zur Heilung in dir! (A.Lewald)
Du bist nicht allein.
11. May 2026
Wegbeschreibung
Ich begleite dich während deines gesamten Prozesses. Das ist mein Versprechen an dich.
Grundsätzlich bestimmst du, auf welcher Art und Weise wir miteinander kommunizieren bzw. uns kontaktieren. Ich biete dir die Möglichkeit über face to face im persönlichen Kontakt. Das bedeutet, das wir uns in einem Praxisraum zu einer Sitzung treffen können. (Hamm oder Dortmund). Ich komme gern zu dir nach Hause. Auch gehe ich mit dir in einem Wald spazieren. Wir können uns in ein Café setzen, oder wir treffen uns an einem Ort deiner Wahl.
Mir ist es sehr wichtig, dass wir uns in einer Umgebung aufhalten, die dir Sicherheit bietet und in der du dich wohl fühlst. Das Angebot biete ich für den Raum Dortmund, Hamm und den Kreis Unna an. (Längere Anfahrten oder exklusivere Arrangements müsste ich im Einzelfall jedoch extra berechnen). Darüber hinaus stehen natürlich auch die technischen Möglichkeiten via Teams oder Zoom zur Verfügung. Oder auch telefonischer Kontakt ist möglich. Meine Erfahrung zeigt, dass es sinnvoll sein kann, sich zumindest einmal persönlich zu treffen. Das ist jedoch keine Grundvoraussetzung. Wenn sich mein Angebot für dich interessant anhört, freue ich mich darauf dich kennen lernen zu dürfen.